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Muttertag und Vatertag: Ein Moment zum Innehalten

Aktualisiert: vor 1 Tag

Der 10. Mai rückt näher. Muttertag. Und nicht weit dahinter, am 14. Mai, der Vatertag.

Zwei Tage, die unterschiedlicher kaum sein könnten — in ihrer Tradition, in ihrer Stimmung, in dem, was sie bei Menschen auslösen. Für manche sind sie ein schöner Anlass, für andere eher ein sensibles Datum. Beides ist völlig in Ordnung. Aber vielleicht können sie trotzdem einfach das sein: ein kleiner Moment zum Innehalten.

Bei der Verbindung zu deinen Eltern. Bei früher. Bei Zuhause. Bei der Frage, wie unfassbar schnell die Zeit eigentlich vergeht.


Das Leben läuft. Oft schneller als einem lieb ist.

Wenn du Kinder hast, kennst du das vielleicht besonders gut. Ehe man sich versieht, sind die Wochen vergangen. Dann wieder ein Schulabschnitt, ein Geburtstag, ein Urlaub — und zack, schon ist wieder eine Jahreszeit um. Manchmal fragt man sich, wo eigentlich der Sommer geblieben ist. Oder das letzte Gespräch, das wirklich in die Tiefe ging.

Gerade in Familien läuft vieles ganz von selbst. Auf Autopilot.

Ihr liebt euch. Ihr sorgt füreinander. Ihr macht vieles zusammen. Aber wirklich mal innehalten, etwas teilen, tiefer gehen, zusammen lachen, etwas fragen oder erzählen — das geht im Alltag schnell verloren. Zwischen To-do-Listen, Terminen, Müdigkeit und den tausend kleinen Dingen, die das Leben nun mal mitbringt.

Dabei sind es oft genau diese Momente, die einem später im Kopf bleiben. Die, die zählen.


Was Eltern oft still tragen.

Mütter und Väter spielen im Familienalltag häufig eine ganz besondere — und doch oft sehr unterschiedliche — Rolle. Nicht immer, nicht überall, und jede Familie lebt das auf ihre eigene Weise. Aber sehr oft sind es die Eltern, die vieles still tragen. Die spüren, organisieren, auffangen, verbinden und sich erinnern. Die das Unsichtbare möglich machen, das den Alltag zusammenhält.

Manchmal ist es die Mutter, die nachts noch an die nächste Woche denkt. Manchmal der Vater, der schweigend da ist, aber nie wirklich weggeht. Oft sind es beide — auf ihre je eigene Art, mit ihren eigenen Stärken und auch mit ihren eigenen Grenzen.

In unseren Gesprächen hier in der Systemischen Praxis in Neuenhagen sehen wir oft, wie oft es in Familien, in Partnerschaften passiert, dass genau das — das Verlässliche, das Selbstverständliche — irgendwann aufhört, gesehen zu werden. Nicht aus Gleichgültigkeit. Einfach weil der Alltag laut ist und Dankbarkeit leise.



Innehalten lohnt sich.

Wir meinen: Tage wie Muttertag oder Vatertag müssen kein kommerzielles Pflichtprogramm sein. Sie können auch einfach eine Einladung sein — die Einladung, kurz aus dem Autopiloten auszusteigen und jemandem zu sagen, was man sonst ungesagt lässt.

Das braucht keine großen Gesten oder teure Blumen. Manchmal reicht ein Satz. Ein echtes Gespräch. Ein Moment, in dem man wirklich präsent ist.

Und wenn du merkst, dass solche Momente in deiner Beziehung oder Familie rar geworden sind — dass der Kontakt zum Partner, zur Partnerin oder zu den Menschen, die dir wichtig sind, irgendwie flacher geworden ist — dann ist das kein Versagen. Das ist menschlich. Und es ist der Punkt, an dem es sich lohnt, genauer hinzuschauen.


Stell dir die Frage: Was schätzt du an deiner Mutter, deinem Vater oder dem anderen Elternteil deiner Kinder am meisten — sagst es aber eigentlich viel zu selten?


Das Team der Systemischen Praxis Antje Neumann-Schröter wünscht wunderbare Frühlingstage!

 

PS: Danke an Bart von Vertellis.de für die Inspiration zu diesem Text.

 
 
 

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